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Gott geht mit

Beeindruckende Prozession in Heeren-Werve

Schon sehr früh am Morgen, als alle anderen noch schliefen, waren unsere Messdiener – wie bereits in den vergangenen Jahren – munter und aktiv und legten einen typischen Fronleichnamsteppich aus gefärbten und neutralen Sägespänen vor die Herz-Jesu-Kirche. Und wenn so ein Teppich fertig ist, dann sieht das wieder so toll aus und man merkt nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt. Doch alle Kirchenbesucher machen einen großen Bogen um den Teppich beim Betreten und Verlassen der Kirche weil jeder weiß: dieser Teppich ist ausschließlich reserviert für den Priester, der Gott in der Monstranz bei der Prozesssion trägt.

Obwohl ja jeder weiß, dass Gott nicht erst nach draußen getragen werden muss. Aber wenn wir gehen, dann geht Gott mit uns, so hatte es bereits Pfarrer Heimbrodt am Vorabend in der Hl. Messe in Christ-König gesagt.

Am Morgen des Feiertages schien die Sonne, es war warm und das hat dann wohl auch viele Gläubigen ermuntert, zur Kirche zu gehen. Die Herz-Jesu-Kirche war dann auch wirklich rappelvoll. Vikar Gordon Richardt zelebrierte den Festgottesdienst und wieder waren annähernd 30 Messdienerinnen und Messdiener zum Altardienst erschienen. Schließlich sollten auch bei der anschließenden Prozession drei Weihrauchfässer zum Einsatz kommen. Annähernd 500 Gläubige zogen dann wie ein langer Menschenwurm durch die Straßen von Heeren-Werve.

Und die dabei waren, die wissen es jetzt: die Musik kommt direkt hinter dem Himmel – so jedenfalls der Hinweis von Pfarrer Heimbrodt. Vorbei an rigoros abgesperrten Straßeneinmündungen - hier hatte das Helferteam um Erdmann Scholz alles im Griff – ging es zum ersten Altar, der von der Christ-König Gemeinde aufgebaut worden war und Vikar Gordon Richardt spendete den Segen in alle vier Himmelrichtungen. Auf einer etwas längeren Wegstrecke, vorbei an einigen kleinen geschmückten Altären vor privaten Häusern, ging es dann weiter zum Heerener Schloss – hier waren die fleißigen Helfer von St. Bonifatius aktiv geworden und hatten den Fronleichnamsaltar vor imposanter Kulisse aufgebaut. Gegen die Fahrtrichtung und im Linksverkehr durch den Kreisel führte dann die Prozession zum Denkmal. Mit einem „Ave Maria“ und einer Marienstatue war dort der Altar der Herz-Jesu Gemeinde dekoriert.

Den Abschluss fand der Fronleichnamstag dann in der Herz-Jesu-Pfarrkirche mit dem feierlichen Te Deum und dem Schlusssegen. Anschließend blieben viele Teilnehmer noch im und vor dem Pfarrheim zusammen, um bei Kaffee und Kuchen bzw. Bratwurst und Bier den Vormittag zu beenden. Alles in allem: wieder ein schöner Tag, an dem wir für unseren Glauben auf die Straße gehen durften. Und, wie einer der Teilnehmer feststellte: Heute ist einer der wenigen Tage im Jahr, an dem man ganz offiziell und sogar laut in der Öffentlichkeit singen darf. -bursch